{"id":21383,"date":"2023-08-02T21:25:47","date_gmt":"2023-08-02T19:25:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graviton.at\/letterswaplibrary\/papageyen-der-alten-welt\/"},"modified":"2023-08-02T21:25:47","modified_gmt":"2023-08-02T19:25:47","slug":"papageyen-der-alten-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graviton.at\/letterswaplibrary\/papageyen-der-alten-welt\/","title":{"rendered":"Papageyen Der Alten Welt"},"content":{"rendered":"<p>Die Papageyen sind eins der sch\u00f6nsten und zahlreichsten Vogel-Geschlechter, denn man z\u00e4hlt bereits mehr als 100 schon bekannte Gattungen davon. Sie leben und br\u00fcten wild nur in heissen L\u00e4ndern und zwar blos in einem Striche von 25 Graden zu beyden Seiten der Linie. Die Gattungen in der alten und neuen Welt sind g\u00e4nzlich von einander unterschieden, und es giebt keine die Amerika mit Asien und Afrika gemein h\u00e4tte. Die Griechen kannten nur eine Gattung davon, die sie durch die Flotte Alexanders des Grossen aus der Insel Trapobana erhielten. Bey den R\u00f6mern waren sie schon ein Gegenstand des Luxus; denn sie hielten sie in K\u00e4figen von Silber, Elfenbein und Schildkrot, und ein Papagey kostete oft mehr als ein Sklave. Alle Papageyen werden, nach der obgedachten Bemerkung, dass die Gattungen aus der alten, von denen aus der neuen Welt verschieden sind, in zwey grosse Haupt-Classen eingetheilt, nehmlich in: I. Papageyen der alten Welt. II. Papageyen der neuen Welt. Die Papageyen der alten Welt theilen sich wieder in 6 Haupt-Arten ab; nemlich: 1) in Kakatus, 2) in eigentliche Papageyen, 3) in Loris, 4) in Perruches mit langem gleichen Schwanze, 5) in Perruches mit langem ungleichen Schwanze, 6) in Perruches mit kurzem Schwanze. Dies ist die Charakteristik der sechs Hauptarten von den Papageyen aus der alten Welt, von deren jeder ich ein Bild auf gegenw\u00e4rtiger Tafel liefere.<\/p>\n<p>No. 1. Der Kakatu. (Psittacus cristatus albus.)<br \/>\nIst der gr\u00f6sseste Papagey aus der alten Welt, weiss von Farbe, hat eine sch\u00f6ne Feder-Krone auf dem Kopfe, und lebt im s\u00fcdlichen Asien.<\/p>\n<p>No. 2. Der eigentliche Papagey. (Psitt. erithaius.)<br \/>\nKommt aus Afrika und Ostindien, und lernt am sch\u00f6nsten und deutlichsten sprechen. Der hier abgebildete graue mit rothem Schwanze ist die gew\u00f6hnlichste Gattung davon.<\/p>\n<p>No. 3. Der Lori. (Psitt. domicella.)<br \/>\nMan nennt in Ostindien gewisse Gattungen von Papageyen so, weil ihr Geschrey das Wort Lori ausdr\u00fcckt. Roth ist ihre herrschende Farbe. Sie sind die lebhaftesten unter allen Papageyen.<\/p>\n<p>No. 4. Die grosse Perruche mit langem gleichen Schwanze. (Psitt. cyanocephalus.)<br \/>\nDie Perruchen, deren es viele Gattungen giebt, haben immer den Kopf von anderer Farbe als den Leib. Sie kommen aus Ostindien.<\/p>\n<p>No. 5. Die grosse Perruche mit langem ungleichen Schwanze. (Psitt. erythrocephalus.)<br \/>\nDiese Art, welche in Afrika lebt, zeichnet sich durch zwey sehr lange Federn im Schwanze aus, und ist sehr sch\u00f6n gezeichnet.<\/p>\n<p>No. 6. Die kleine Perruche mit kurzem Schwanze. (Psittac. pallarius.)<br \/>\nDiess ist der kleinste von allen Papageyen. Sie ist etwa so gross als ein Gimpel, lernt nicht sprechen, ist aber sehr sch\u00f6n von Farbe. Man muss immer ein P\u00e4rchen zusammen in einen K\u00e4fig thun, wenn man sie erhalten will. Da sitzen sie dann zusammen auf einem St\u00e4ngelchen neben einander, sehen einander an, caressiren einander, und wenn eins von beyden stirbt, so gr\u00e4mt sich das andere, frisst nicht mehr, und stirbt bald darauf aus Traurigkeit. Eben darum nennt man sie auch gew\u00f6hnlich nur die Untrennbaren.<\/p>\n<p>Metadaten<br \/>\nID Tafel:\tb0020119berl<br \/>\nTafel\u00fcberschrift:\tV\u00f6gel. III. Birds. III. Uccelli. III. Oiseaux. III.<br \/>\nSprache:\tger, eng, fre, ita<br \/>\nHeft:\t4<br \/>\nLink PPO:\thttp:\/\/www.bbf.dipf.de\/cgi-opac\/bil.pl?t direct=x&amp;f IDN=b0020119berl<br \/>\nTafelgeh\u00f6rtzuExemplar:\tBertuch-Bilderbuch f\u00fcr Kinder enthaltend eine angenehme Sammlung von Thieren, Pflanzen, Blumen, Fr\u00fcchten, Mineralien, Trachten 1801 1\/q0000001berl<br \/>\nKlassifikation von Bertuch:\tV\u00f6gel. III.<br \/>\nAbmessung:\t220 x 190 mm<br \/>\nweitere Abbildungsversionen:\tAd99998 01 018a, Ad99999 01 018a<br \/>\nBeziehtSichAuf:\tRezeption &#8211; Der Kakadu, Rezeption &#8211; Der Lori<\/p>\n<div class='watch-action'><div class='watch-position align-right'><div class='action-like'><a class='lbg-style1 like-21383 jlk' href='javascript:void(0)' data-task='like' data-post_id='21383' data-nonce='9941108d62' rel='nofollow'><img class='wti-pixel' src='https:\/\/www.graviton.at\/letterswaplibrary\/wp-content\/plugins\/wti-like-post\/images\/pixel.gif' title='Like' \/><span class='lc-21383 lc'>0<\/span><\/a><\/div><\/div> <div class='status-21383 status align-right'><\/div><\/div><div class='wti-clear'><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Papageyen sind eins der sch\u00f6nsten und zahlreichsten Vogel-Geschlechter, denn man z\u00e4hlt bereits mehr als 100 schon&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[28,124],"class_list":["post-21383","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-othernonsense","tag-deutsch","tag-papageyen","wpcat-7-id"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.graviton.at\/letterswaplibrary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21383","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.graviton.at\/letterswaplibrary\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.graviton.at\/letterswaplibrary\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graviton.at\/letterswaplibrary\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graviton.at\/letterswaplibrary\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21383"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.graviton.at\/letterswaplibrary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21383\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21384,"href":"https:\/\/www.graviton.at\/letterswaplibrary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21383\/revisions\/21384"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.graviton.at\/letterswaplibrary\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21383"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graviton.at\/letterswaplibrary\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21383"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graviton.at\/letterswaplibrary\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21383"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}